Zilpzalp (Phylloscopus collybita) adulter Vogel [August]
Zilpzalp (Phylloscopus collybita) adulter Vogel [August]

Der Zilpzalp (Phylloscopus collybita) [Länge 11 cm, Familie der Laubsänger (Phylloscopidae), Geschlechter gleich] ist einer der vier in Mitteleuropa brütenden Laubsänger (außer Zilpzalp der Berglaubsänger, der Fitis und der Waldlaubsänger). Bzgl. Größe, Gefieder und Lebensraum ist der Zilpzalp dem Fitis sehr ähnlich. Im Gegensatz zu letzterem hat der Zilpzalp einen nicht besonders deutlich ausgeprägten Überaugenstreif und seine Tarsi sind i.d.R. dunkel schwärzlich und nicht hell fleischfarben (siehe Fotos). Feldornithologisch sind die beiden Arten ohne Probleme anhand ihrer sehr verschiedenen Gesänge zu unterscheiden. Der Zilpzalp-Gesang ist eine simple Folge zweier Töne, etwa wie "zip zap zip zap zip zap" (Download eines Zilpzalp-Gesangs am Ende des Textteils). Der Fitis singt viel melodischer. Sein Lied ist eine (vermenschlicht formuliert) etwas wehmütig klingende Folge abfallender weicher Töne. Der Zilpzalp bewohnt wie der Fitis lichte Wälder, Heckenlandschaften mit hohen Büschen und einzelnen Bäumen, Parkanlagen und Auengehölze am Rande von Gewässern. Sein Brutareal umfasst Europa (mit Ausnahme Islands, N-Skandinaviens, N-Finnlands und des S-Balkans), das nördliche Kleinasien und Russland (nebst angrenzenden Gebieten) bis W-Sibirien. Der Zilpzalp ist, wie die anderen Laubsänger Mitteleuropas (ME) Zugvogel. Die Winterquartiere der in ME und in Osteuropa brütenden Vögel liegen im S-Balkan, in der Türkei, in Palästina und Nordafrika. Aus den Überwinterungsgebieten kehrt er Anfang bis Mitte März zurück.   

 

Zilpzalp (Phylloscopus collybita) selbständiger Jungvogel [Juli]
Zilpzalp (Phylloscopus collybita) selbständiger Jungvogel [Juli]

Nestbau in unmittelbarer Bodennähe (14 - 40 cm über dem Boden) in dichter Vegetation. Legebeginn frühestens Ende April, häufiger erst ab Anfang Mai. Gelege enthalten 5 - 6 Eier. Weibchen brütet allein. Brutdauer 14 - 15 Tage. Nestlingszeit 13 - 16 Tage. Die ausgeflogenen Juv. werden meistens vom Weibchen allein gefüttert und geführt. Zumeist nur 1 Jahresbrut (bei Brutzerstörung allerdings kleinere Zweitbrut). Ein schon selbständiger Jungvogel im zweiten Foto. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Insekten und deren Larven bzw. Puppen (Fütterung  der Nestlinge auch mit Blattläusen); insbesondere auf dem Durchzug und im Winterquartier werden auch kleinere Beeren gefressen. Abzug aus den Brutgebieten September bis Ende Oktober (selbst im November lassen sich in ME noch vereinzelte Durchzügler beobachten). Mit einem Bestand von 7 - 11 Millionen Brutpaaren in ME (Deutschland 2 - 4 Mio.) gilt die Art derzeit als nicht gefährdet.

 

Quellen der Informationen zur Art: (1) Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas (H.-G. Bauer et al., Hrsg.)

AULA-Verlag, Wiebelsheim 2012;  (2) Taschenlexikon der Vögel Deutschlands (H.-J. Fünfstück et al.)

Quelle und Meyer Verlag, Wiebelsheim 2010

 

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Grasmücken et al.

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Gesang des Zilpzalps
Zilpzalp.wav
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